Schritte der Herstellung eines Blaudrucks - in unserem Shop

1. Vom Foto zum Negativ
 
Blaudruck das NegativZunächst senden Sie ein individuelles Foto an unser Team. Die Rechte des Fotos sollten bei Ihnen liegen. Das Foto selbst sollte in einer hohen Auflösung vorliegen, also je nach gewünschter Größe bei einem A4-Blaudruck etwa 150 dpi und bei einem A3-Blaudruck 300 dpi haben. Weiterhin sollte das Foto einen hohen Kontrastwert haben, das heißt in dem Bild sollte es viele helle und dunkle Flächen geben. Hierzu berät unser Team Sie gern. Als erstes werden die hellen und dunklen Bereiche Ihres Fotos digital von uns so nachbearbeitet, dass ideale Kontrastwerte für Ihren individuellen Blaudruck entstehen. In einem nächsten Schritt wird Ihr Foto in ein Negativ umgewandelt, das in dem gewünschten Ausgangsformat, also A5, A4 oder A3 auf eine lichtdurchlässige Folie gedruckt wird.
 




2. Chemie und Oberfläche vorbereiten
 
Blaudruck Chemie auftragenWie der Name Eisenblaudruck schon nahelegt, basiert das Handwerk der Cyanotypie auf Eisen und nicht wie etwa auf Silber wie andere fotografische Entwicklungsverfahren. Für die Herstellung einer Cyanotypie werden die Chemikalien Ammoniumeisen(III)-Citrat und Kaliumferricyanid (rotes Blutlaugensalz) mit destilliertem Wasser vermischt und auf eine saugfähige Oberfläche aufgetragen. Eine solche Oberfläche kann zum Beispiel aus den Materialien Holz, Papier oder Stoff bestehen. Nach langer Zeit des Herumexperimentierens hat sich reiner Baumwollstoff als das beste Material für besonders haltbare Blaudrucke herauskristallisiert - und aus eben diesem fertigen wir auch ihre individuelle Cyanotypie. Die angemischte Chemie wird auf den Baumwollstoff aufgetragen, der zuvor in Ihr gewünschtes Format zugeschnitten wurde.




Blaudruck trocknenDurch den Chemieauftrag ist der verwendete Stoff lichtempfindlich, das bedeutet dieser Arbeitsschritt findet in einem dunklen Raum unter Ausschluss von Sonnenlicht statt. Der Stoff wird in einem nächsten Schritt getrocknet und lichtgeschützt aufbewahrt.
 









3. Belichten mit Sonnenlicht
 
Blaudruck belichtenFür die Belichtung wird der mit der Chemie bestrichene und getrocknete Stoff zunächst auf einen Rahmen aufgebracht. Auf den Stoff wird nun die vorbereitete Negativfolie aus Schritt aufgelegt und anschließend mit einer Glasscheibe fixiert. Je nach Experimentierfreude und Jahreszeit kann der entstehende Blaudruck einfach bei Sonnenlicht oder mithilfe von künstlich erzeugtem Sonnenlicht durch einen elektrisches Stativsolarium belichtet werden.
 








4. Auswaschen und Rahmen
 
Nach dem Belichtungsvorgang wird der belichtete Stoff im Wasserbad ausgewaschen. Die belichteten Teile des Stoffs, also die, die auf dem Negativ weiß zu sehen sind, nehmen jetzt das typische Cyanblau an und die weniger belichteten Bereiche erscheinen in Weiß-Blau-Kontrasten.










Der fertige Blaudruck ist nicht mehr lichtempfindlich und kann, nachdem er getrocknet und auf eine Leinwand gespannt ist, Ihr lichtdurchflutetes Wohn-, Kinder- oder Arbeitszimmer verschönern. Die beschriebenen Schritte müssen häufig mehrmals durchlaufen werden, um einen perfekten Blaudruck herzustellen, da die Belichtungszeit je nach der Kontrastmenge auf dem Foto variieren kann.



 

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